Die Eröffnung der eigenen Wahlarzt- oder Privatpraxis ist ein großer Meilenstein. Die Räumlichkeiten sind renoviert, die medizinischen Geräte auf dem neuesten Stand, doch wie erfahren die Patienten davon? Darauf zu hoffen, dass Patienten „einfach so“ vorbeikommen oder sich die Praxis von selbst herumspricht, dauert heute zu lange.
Privatpatienten investieren ihr eigenes Geld in ihre Gesundheit. Dafür erwarten sie nicht nur erstklassige Medizin, sondern auch einen professionellen, vertrauenswürdigen Auftritt. Mit dieser 10-Schritte-Strategie machen Sie Ihre neue Ordination digital sichtbar und gewinnen Ihre ersten Stammpatienten.

 

Schritt 1: Die klare Positionierung finden

Wer alles anbietet, ist für niemanden wirklich interessant. Wofür stehen Sie? Sind Sie der Kinderarzt, der sich besonders viel Zeit für ängstliche Kinder nimmt? Die Orthopädin spezialisiert auf Sportverletzungen? Kommunizieren Sie diesen Schwerpunkt von Tag eins an klar nach außen.

 

Schritt 2: Das Corporate Design

Ihre medizinische Qualität muss sich in Ihrem Auftritt widerspiegeln. Ein hastig selbstgemachtes Logo oder unpassende Farben wirken schnell unprofessionell. Investieren Sie in ein klares, vertrauenerweckendes Design, das sich durchzieht von den Visitenkarten bis zum Praxisschild.

 

Schritt 3: Professionelle Praxisfotos

Eine der häufigsten Fragen von Patienten: „Wie sieht der Arzt eigentlich aus und wie die Praxis?“ Gekaufte Stockfotos von amerikanischen Ärzten mit blendend weißen Zähnen wirken künstlich. Echte, sympathische Fotos von Ihnen und Ihren Räumlichkeiten bauen Hemmschwellen ab. Dabei geht es nicht um den perfekten Look, sondern um ein sympathisches und professionelles Auftreten, welches symbolisiert, dass man sich bei Ihnen in den besten Händen befindet. Der erste Eindruck zählt. Tipp: Ein professionelles Fotoshooting in der Ordination ist eines der besten Investments für Ihren Start. Die Bilder können Sie für Ihre Website, Social Media und Werbeanzeigen nutzen.

 

Schritt 4: Das Praxis-Video

Nichts schafft schneller Vertrauen als bewegtes Bild und Ihre eigene Stimme. Ein kurzes, 60-sekündiges Video, in dem Sie sich vorstellen, Ihre Philosophie erklären und die Ordination zeigen, nimmt Patienten die Angst. Sie können Ihre wichtigsten Vorteile erwähnen und sich von anderen abheben, ohne aufdringlich zu sein. Im Zuge des Videodrehs können Sie auch gleich Videos für Social Media produzieren lassen. So können Sie Ihre Accounts starten. Idealerweise produzieren Sie direkt Inhalte für 1-3 Monate, damit Sie vorplanen können.

 

Schritt 5: Eine moderne, nutzerfreundliche Website erstellen

Ihre Website ist Ihr digitales Aushängeschild. Wenn sie am Smartphone nicht lesbar ist oder unordentlich wirkt, klicken Patienten weg. Schaffen Sie Vertrauen, erklären Sie Leistungen klar und machen Sie die Kontaktaufnahme so einfach wie möglich.

Heute kann man eine Website mittels Template zwar auch ohne großes Wissen selbst erstellen, zeitaufwendig ist das allerdings trotzdem. Man stößt zudem schnell an die Grenzen der Machbarkeit, sobald man etwas nur minimal anders als vorgegeben haben möchte. Eine professionelle und individuelle Webentwicklung nimmt Ihre Wünsche auf und setzt Sie so um, wie Sie es sich wünschen. Später können Sie die Website selbst mit Neuigkeiten und kleinen Änderungen bestücken, wenn Sie das möchten.

 

Schritt 6: Google Unternehmensprofil erstellen

Wie suchen Patienten heute nach einem Arzt? Sie tippen „Wahlarzt Kardiologie Nähe“ oder „Hautarzt Linz“ in Google Maps ein. Ein vollständig ausgefülltes Google-Business-Profil (mit professionellen Fotos) ist eine wichtige Grundlage, um in Ihrer Region gefunden zu werden.

 

Schritt 7: Online-Terminbuchung anbieten

Niemand hängt heute noch gerne in Warteschleifen. Bieten Sie (z.B. über Plattformen wie Doctolib oder Latido) eine Online-Terminbuchung direkt auf Ihrer neuen Website an. Gerade Privatpatienten schätzen es, ihren Termin bequem am Sonntagabend vom Sofa aus zu buchen. Sie können außerdem Online-Konsultationen anbieten, wenn Sie das möchten.

 

Schritt 8: Social Media Marketing strategisch nutzen

Nutzen Sie Instagram oder TikTok nicht für Tanzvideos (zumindest nicht nur), sondern zur Aufklärung. Teilen Sie kleine Gesundheitstipps, räumen Sie mit Mythen aus Ihrem Fachbereich auf oder zeigen Sie den Praxisalltag. So bleiben Sie im Gedächtnis.

 

Schritt 9: Netzwerken in der Region

Digitale Sichtbarkeit ist wichtig, aber vergessen Sie nicht die Kollegen. Stellen Sie sich bei Kassenärzten, Apotheken oder Therapeuten in der Umgebung vor. Oft sind Kassenärzte überlastet und froh, wenn sie Patienten, die eine schnelle oder spezialisierte Behandlung wünschen, an eine gute Privatpraxis überweisen können.

 

Schritt 10: Bewertungen sammeln

Haben Sie einem Patienten erfolgreich geholfen? Bitten Sie ihn freundlich um eine Google- oder Docfinder-Bewertung. Die Anzahl der Sterne ist heute oft das Zünglein an der Waage, ob sich ein Patient für Sie oder die Praxis im nächsten Bezirk entscheidet. Sie können auch mit Schildern oder Social Media Posts auf die Bewertung aufmerksam machen. Es ist außerdem möglich, Patienten, die online gebucht haben, eine Aufforderung zur Bewertung zu schicken. Achten Sie aber darauf, dass Sie laut DSGVO vorab (bei der Terminbuchung) eine Zustimmung dafür einholen müssen.

 

Advertising für Ärzte: erlaubt oder nicht?

Ärzte fragen sich oft, ob sie aufgrund der strengen rechtlichen Bedingungen überhaupt Werbeanzeigen schalten dürfen. Es gibt kein ausdrückliches Werbeverbot, sie müssen sich allerdings an einige Auflagen halten. So muss die Werbung z.B. immer sachgemäß ohne Übertreibungen und falsche Versprechungen sein. Sie dürfen auch keine verschreibungspflichtigen Medikamente bewerben. In Online-Werbeanzeigen können Sie diese gewöhnlich gar nicht erwähnen. Auch können Landing Pages mit Hinweisen auf verschreibungspflichtige Medikamente nicht beworben werden. Hier müssen Sie vorsichtig sein. Sind Sie z.B. im ästhetischen Bereich tätig und bieten Botox-Behandlungen an, dann können Sie dafür keine Anzeigen schalten. Es kann sogar sein, dass sie für die Bewerbung anderer Leistungen eine alternative Landing Page (z.B. auf einer Subdomain) benötigen. Sie können also vielleicht nicht alle Leistungen über Werbeanzeigen, Advertorials und ähnliches bewerben, meist gibt es aber Möglichkeiten, trotzdem Anzeigen zu schalten. Vor allem bei einer neuen Praxis oder starker Konkurrenz kann dies durchaus sinnvoll sein.

 

Machen Sie es sich nicht unnötig schwer

Als Arzt oder Ärztin sollten Sie sich auf das konzentrieren, was Sie am besten können: Ihre Patienten behandeln. Den digitalen Markenauftritt, der diese Patienten überhaupt erst in Ihre Ordination bringt, können Sie auslagern.

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